Stempelstelle 188 / Teufelsmauer Weddersleben

“ Über die Entstehung der Teufelsmauer gibt es verschiedene Sagen und noch mehr Variationen derselben. Hier lesen Sie die beiden bekanntesten dieser volkstümlichen Geschichten in ihrer jeweiligen Grundaussage.

  1. Als die Karolinger damit begannen, die einheimischen heidnischen Sachsen zum Christentum zu bekehren, entstanden im nördlichen Harzvorland auch zahlreiche Kirchen, Kapellen und Klöster. Der Teufel sah dies mit wachsendem Unbehagen und begann, sein Reich mit einer Mauer gegen die Ausbreitung des Glaubens an den christlichen Gott zu schützen. Doch was er nachts aufbauen konnte, stürzte ihm am Tage wieder ein. Schließlich gab der Teufel auf, weil er einsah, daß er die Verbreitung des Christentums nicht aufhalten würde. Lediglich einige Reste seiner Mauer überlebten die Zeit.

  2. Vor Urzeiten, als Gott und Teufel die Erde unter sich aufteilten, wurde zwischen beiden vereinbart, daß dem Teufel all das Land gehören sollte, welches er in einer Nacht bis zum ersten Hahnenschrei mit einer Mauer umbauen konnte. In jener Nacht, als der Teufel sein Bauwerk begann, war nun aber eine alte Frau unterwegs, die auf dem Markt einen Hahn verkaufen wollte. In der Dunkelheit stolperte sie, und der Hahn erschrak sich dabei und begann zu krähen. Der Teufel hörte dies und dachte, daß seine Zeit schon um sei und riß vor lauter Wut die Teufelsmauer wieder ein. Die Reste sind bis auf den heutigen Tag stehengeblieben. „

(Quelle: Harzlife.de  )


 

13.07.2016

Von Quedlinburg nicht weit entfernt, befindet sich das Städtchen Weddersleben. Dieses durchquert man und sieht dann schon bald rechter Hand den Parkplatz.
Ein angenehm begehbarer Weg führt vom Parkplatz zur Teufelsmauer bzw. zur Treppe, die nach oben zur eigentlichen Mauer führt.
Die Stempelstelle befindet sich ca. 100 Meter vom Parkplatz entfernt, unterhalb der Teufelmauer.

Man sollte aber unbedingt die lange Treppe nach oben gehen und sich die Teufelsmauer selber ansehen. Der Ausblick und die Teufelsmauer selbst sind einen Ausflug auf jeden Fall wert und einige Bänke laden zum Sitzen und Verweilen ein. Der Weitblick ist wunderschön und ist wunderbar zum Genießen geeignet. Ganz oben angekommen sieht man schon vom Weitem den nächsten Teil der Mauer, der sich über die Landschaft erhebt.
Wer keine längere Wanderung unternehmen möchte, kann nun am nächsten Schild rechts abbiegen und zurück zum Parkplatz gehen.

Es ist immer wieder faszinierend, was die Naur alles hervorbringt und schaffen kann. Man fühlt sich winzig klein, wenn man auf dem Pfad zurück zum Parkplatz geht und den Blick nach oben zur Teufelsmauer hebt.

Leider hatten wir zeitweise Pech mit dem Wetter. Es kam eine böse dunkle Wand mit einem Platzregenschauer gezogen und wir gerieten leider mitten hinein. Ein kleiner Kirschbaum, auf halben Weg zurück zum Parkplatz, gab uns so viel Schutz wie möglich und wie er konnte. Trotzdem ein wunderschönes Fleckchen Erde.

dscn5439 dscn5440 dscn5447 dscn5448 dscn5461 dscn5463 dscn5468 dscn5475 dscn5477 dscn5482 dscn5491 dscn5492 dscn5519 dscn5529 dscn5534 dscn5536 dscn5540 dscn5550 dscn5554 dscn5556 dscn5559